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Breakdance / B-Boying

Der Begriff Breakdance leitet sich von dem als Breakbeat bezeichneten Rhythmus ab, welcher in der elektronischen Musik verwendet wird. Getanzt wird also während den Breaks, Stellen an denen der DJ immer verlängerte rhythmische Instrumentalparts einspielt.43 Die ursprüngliche Bezeichnung des Tanzes lautet   B-Boying (=Break- Boying)  und wird von B-Boys bzw. B-Girls durchgeführt.

Breakdance ist eine Tanzart, die sich besonders durch akrobatische Bewegungen und Merkmale kennzeichnen lässt, welche Powermoves genannt werden. Durch komplizierte und schnelle Beinbewegungen, welche sich aus dem sogenannten Floor- oder Footwork (s.u. Abschnitt) entfalteten, entwickelten B-Boys Bewegungstechniken, die beliebig miteinander kombiniert, mehrmals wiederholt und individuell durchgeführt werden können. Solche sind beispielsweise Drehungen auf allen denkbaren Körperpartien ( z.B. Drehung auf dem Kopf = Head spin). Ende der 70er Jahre vergrößerten einflussreiche, von Bambaataa unterstützte B-Boy-Gruppen wie die Rocksteady Crew aus New York das Repertoire an Powermoves immer mehr, in dem sie in den angesagten Clubs in New York ihre akrobatischen Bewegungsabläufe präsentierten. Inspiration holten sie sich aus Kung-Fu Filmen und brasilianischen Capoeira- Tänzen, um die Idee der damals entstandene HipHop Philosophie  „ fight with creativity not with weapons“  umzusetzen.
So entwickelten sich im Breakdance u.a. Powermoves, wie :

  • Air- Cartwheel: Radschlag ohne Bodenkontakt
  • Windmills: Drehbewegungen auf Brust und Schulter mit bzw. ohne Zuhilfenahme der Hände.

Am Kampfverhalten der Tierwelt orientiert entstanden Breakdance Moves wie:

  • Turtle : Der Tänzer dreht sich waagerecht über dem Boden; die Gliedmaßen sind dabei angezogen – gehört zu den Floats (= Gleitbewegungen mit denen der B-Boy seinen Körper waagrecht über dem Boden bewegt)
  • Spider:  Der Tänzer hat die Knie auf seinen Schultern, direkt an seinen Ohren und muss auf  seinen Händen und Füßen das Gleichgewicht halten
  • Worm: Bauch des Tänzers liegt auf dem Boden, gleich einem Wurm beginnt der Tänzer Wellen durch seinen Körper laufen zu lassen, die am Kopfende anfangen und bis zu den Füßen gehen.

Figuren, die einen Powermove anhalten und auf einen Standpunkt fixieren, werden Freezes oder Airchaires genannt.
Mit diesen beweist der Tänzer absolute Körperbeherrschung und seinen persönlichen Stil.

Neben den Powermoves gibt es noch im Breakdance / B-Boying so genannte Styles, welche mehr auf den tänzerischen als auf den akrobatischen Aspekt des B-Boying setzen. Basic- moves (= Grundbewegungen) sind  zunächst Top-, Up- und Downrock.

Im Gegensatz zum Toprock oder Shuffel, der im Stehen ausgeführt wird und auf einem Vierer-Takt basiert, wird der Downrock , auch Floor -oder Footwork genannt ,auf dem Boden ausgeübt. Hier werden 6-, 3- oder 2-Steps kreisförmig mit den Händen auf dem Boden gestützt ausgeführt.
Der Footwork entscheidet hier vor allem über Originalität und Stil des Tänzers, welchen er durch das Eingliedern von weiteren Move- Varianten immer mehr ausbauen und weiterentwickeln kann.
Den Übergang vom Toprock zum Uprock bildet der sogenannte Godown, der auch Battle- oder Brooklynrock genannt wird. Er basiert auf einem Vierer-Takt wobei auf eins und zwei stehend und auf drei und vier in der Hocke getanzt wird.

Über die qualitativen Fähigkeiten eines B-Boys oder einer Crew ( = Gruppe aus mehreren Tänzern) entscheiden nicht nur die absolute Beherrschung der einzelnen Bewegungen und das synchrone und rhythmische Zusammenspiel mit der Musik, sondern ins besondere der persönliche Ausdruck der Tänzer, sei es im Solotanz oder in Routines ( = zusammengestellte Choreographien).

B-Boying - Breakdance
Bekannte B-Boys der 70er Jahre waren u.a. :
Nigger Twins, Clark Kent, Zulu Kings, The Seven Deadly Sinners, Shanghai Brothers, The Bronx Boys, Rockwell Association, The Crazy Commanders

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