Choreographie
Eine Choreographie (Griech.: choreon = der Tanz, graphein = schreiben) stand ursprünglich nur für die schriftliche Fixierung eines Tanzes. Heute bezeichnet sie die Komposition, die schöpferische Gestaltung des tänzerischen Bewegungsablaufs. Choreographie ist Kunst, der Choreograph ein Künstler
Was damals ursprünglich die Aufzeichnung der Bewegungen des Chores im Griechischen Drama war, wurde später zur Notation von allen tänzerischen Bewegungen.
Im 18. Jahrhundert wurde eine Choreographie noch schriftlich festgehalten und als Tanznotation bezeichnet. Doch mit dem Aufkommen eines Ballet Repertoires, welches auf andere Ballettkompanien übertragbar war, kam der einstudierende Tanzlehrer ohne schriftliche Zeugnisse aus und konnte die Ballette aus dem Gedächtnis heraus weitergeben.33 So wird es auch heute noch gehandhabt.
Eine Choreographie wird ebenso wie eine musikalische Komposition als Kunstwerk betrachtet33, obgleich es ein Solotanz oder Showtanz ist oder eine mehrstündige Inszenierung eines Tanztheaterstückes mit einer zahlreichen Besetzung von Künstlern.
Der künstlerische Gestalter einer Choreographie wird als Choreograph bezeichnet, welcher in der Auslebung seiner Kreativität völlig frei ist und seinen individuellen Stil durchsetzen und an seine Lernenden weitergeben kann. Dennoch kann sich der Choreograph dabei nicht auf die Entwicklung und Kombination tänzerischer Bewegungen beschränken, sondern muss auch die anderen Elemente des Tanzes wie Musik, Kostüme und Bühnenbild in seine Arbeit miteinbeziehen.
Im Tanztheater übernimmt der Choreograph zusätzlich die Rolle des Regisseurs, während er beim Film und Musical den Regisseur unterstützt. Der französische Autor und Tanzmeister John Weaver beschreibt in seinem Buch “Essay towards an History of Dancing”, Kunst des Choreographen sei es, Dinge, die er im Geist erfand, durch die Gesten und Bewegungen des Körpers auszudrücken. Choreographen sollten unbedingt selbst im Tanz ausgebildet sein und eigene tänzerische Erfahrung mitbringen, damit er ein Gefühl für die tänzerische Bewegung bekommt und sein Repertoire vollkommen beherrscht. Nur dann hat er die Möglichkeit so viel wie möglich von seinen Tänzern fordern, ohne sie dabei zu überfordern. Er muss bestimmte Bewegungsabläufe erkennen und analysieren können und braucht ein außergewöhnliches musikalisches Gefühl. Ebenso muss er die Fähigkeit besitzen, andere zu führen, zu begeistern, mitzureißen und zu motivieren.
Mit einer Choreographie verbindet ein Choreograph seine eigene Kreation, sein geistiges Eigentum. Sie darf ohne Einwilligung des Autors nicht aufgeführt oder weitergegeben werden. Wird das erstellte Kunstwerk von anderen Tänzern dennoch kopiert und dabei meist falsch wiedergegeben, sprechen US- Starchoreographen wie Marty Kudelka und Eddie Morales von Vergewaltigung und Missbrauch der Kunst. In diesem Sinne haben US-Starchoreographen in ihrer gegründeten Streetdance Community Who got Skillz das sogenannte Star Moves Konzept eingeführt. Dieses Konzept ermöglicht Tanzschulen ihren Schülern Originalchoreographien, die von Künstlern wie Justin Timberlake, Janet Jackson oder Usher getanzt werden, in der besten Qualität und rechtlich sicher weiter zu geben. Das Urheberrecht liegt dabei bei den Choreographen selber und verhält sich wie beim Urheberrecht in der Musik.
Star Moves ist demnach ein Zusammenschluss der weltweit erfolgreichsten Starchoreographen wie z.B.Marty Kudelka, Richmond & Tone, Nu Stylz, oder Eddie Morales.
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