Alles was es über Streetdance zu wissen gibt
Streetdance (engl.: street: die Straße; dance: der Tanz) ist ein übergeordneter Begriff, der sich einer strengen Klassifizierung und Definition entzieht. Er umfasst alle Tanzstile, die sich seit den 70er Jahren ursprünglich außerhalb von Tanzschulen und Vereinen hauptsächlich in den Straßen der amerikanischen Ghettos, auf Schulhöfen und Nachtlokalen entwickelt haben und die heutzutage weltweit in diversen Tanzschulen unterrichtet und angeboten werden. Dazu gehören Breakdance, Popping, Locking, New Style und Krumping
Streetdance an sich ist sehr improvisationsfreudig und vor allem kommunikativ.
Tänzer kommunizieren untereinander, indem sie durch die Ausführung ihrer Bewegungen Gefühlen und Emotionen, sei es Trauer, Schmerz, Freude oder auch Aggressivität Ausdruck verleihen und indem sie durch gegenseitiges Ermutigen, gegenseitiges Korrigieren der tänzerischen Leistung, vor allem aber durch gegenseitiges Unterstützen der tänzerischen Weiterentwicklung eines jeden, Verbindungen herstellen, die dem einzelnen Tänzer Motivation, Kraft und Lebensfreude schenken.6
Im Gegensatz zu vielen anderen Formen des Tanzes ermutigt Streetdance ebenfalls die Entwicklung der eigenen Individualität und Originalität. Jeder Tänzer interpretiert bestehende Bewegungsabläufe, die ihren Ursprung in der Musik und den Tänzen der afroamerikanischen Bevölkerung haben, völlig frei und gestaltet sie durch seinen individuellen Sinn für Rhythmik, Taktgefühl und musikalisches Verständnis zu einem eigenen Stil bis hin zu eigenen Choreographien (Zusammenstellung verschiedener Tanzschritte).
Tanzen ist eine der ältesten künstlerischen Ausdrucksformen der Menschheitsgeschichte und ein weltweiter Ausdruck von Gemeinschaftlichkeit und Kultur.
Streetdance als Kunstform und Ausdruck sozialer Kritik, dessen Anliegen es ist soziale und kulturelle Grenzen aufzuheben, wird gleichzeitig auch als Zeichen der Lebensfreude verstanden. Herkunft spielt kaum eine Rolle. Entscheidend sind Choreographie, Stil, eine gewalt- und aggressionsfreie tänzerische Darbietung, friedliche Wettkämpfe(sog. Battles), Stärkung des Selbstbewusstseins, eine eigene Interpretation des Tanzes und die Identifikation mit dieser Kunstform.


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